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05 Oktober 2007

Free Burma

Verfluchte hacke, jetzt habe ich das wegen dieses idiotischen Accountsystems hier es nicht mehr geschafft, meine Protest zu Birma hier am 4 Oktober unterzubringen. Welcher Depp ist ist bloß auf die Blöde Idee mit den Google Accounts gekommen? Vermutlich einer, der zum Autor passende Werbung verschicken will. Sorry Leute, so nicht. Passend zum Text ja, aber bitte keine Stasiaktionen.

Aber nun zu den wirklich wichtigen Sachen. Die komplette Abschaltung des Internets durch die Burmesische Regierung ist recht weitgehend. So sind zum Beispiel alle DNS-Server der Top Internetdomain "mm" für Myanmar, wie sich Burma selbst nennt, nicht mehr erreichbar.


c@laptop:~> dig -t NS mm

;; global options: printcmd
;; connection timed out; no servers could be reached


Da geht nichts mehr. Nicht mal im Ausland gehostete Websites die unter "mm" registriert sind können normal erreicht werden. Handelt es sich um grosse Websites, die einen dezidierten Rechner haben, dann kann man noch mit der IP darauf zugreifen. Handelt es sich aber wie bei den nnnn.blogger.com Webseiten um einen "Software Virtual Server" Lösung, und das sind fast alle Webseiten, so kann man nur noch mit ganz spezieller Software drauf Zugreifen, wo man das physikalische Ziel der IP und das logische Ziel im Hostheader getrennt definieren kann. Nur was für hart gesottene Freaks.

Alternativ muss man sich mit dem Google Cache behelfen, der aber kein Surfen erlaubt und auch die Bilder von der original Lokation holt. Das gleiche macht auch das web archive, aber immerhin kann man in den Websiten surfen, auch was ihre zeitliche Entwicklung angeht. Man muss nur das Laden von Bildern und sonstigen Schnickschnack abschalten, damit man nicht immer ewig auf den Timeout warten muss. Oder gleich einen Text Browser wie Lynx verwenden.

Das Internet wurde unter der Prämisse erschaffen, das es nach einem termonuklearen Erstschlag einer übel gelaunten Supermacht noch funktionieren soll. Das heißt, solange noch ein Weg offen ist, kann dieser Verwendet werden. Deutlich wird das, wenn man die Obige suche nach den nationalen Domainserver für "de" wiederholt:


c@laptop:~> dig -t NS de

; <<>> DiG 9.3.2 <<>> -t NS de
;; global options: printcmd
;; Got answer:
;; ->>HEADER<<- opcode: QUERY, status: NOERROR, id: 35981
;; flags: qr rd ra; QUERY: 1, ANSWER: 6, AUTHORITY: 0, ADDITIONAL: 5

;; QUESTION SECTION:
;de. IN NS

;; ANSWER SECTION:
de. 62681 IN NS s.de.net.
de. 62681 IN NS a.nic.de.
de. 62681 IN NS z.nic.de.
de. 62681 IN NS l.de.net.
de. 62681 IN NS f.nic.de.
de. 62681 IN NS c.de.net.

;; ADDITIONAL SECTION:
z.nic.de. 6859 IN A 194.246.96.1
z.nic.de. 6859 IN AAAA 2001:628:453:4905::53
a.nic.de. 6859 IN A 194.0.0.53
f.nic.de. 6859 IN A 81.91.164.5
f.nic.de. 6859 IN AAAA 2001:608:6:6::10

;; Query time: 7 msec
;; SERVER: xxx.xxx.xxx.xxx#53(dns.xxx.net)
;; WHEN: Fri Oct 5 00:42:04 2007
;; MSG SIZE rcvd: 230


Insofern ist es fast nicht möglich, moderne Kommunikationsnetze wie das Internet aus versehen lahm zu legen. Der ungehinderte Zugang zu ausländischen Informationsquellen gehört meines Wissen schon zu den durch Verträge verbrieften Menschenrechten. Da die Abschaltung der Netze in Burma unzweifelhaft im Zusammenhang mit den Menschenrechtsverletzungen steht, sollte man die Täter als Teilnehmer einer Konspiration zur Begehung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit in den Haag anklagen. Da klar dokumentiert ist, wer für die einzelnen Knoten zuständig ist, bietet daß das Ende einer Befehlskette, die vermutlich beim Chefbonzen seinen Anfang genommen hat. Für die Zukunft sollte man im Völkerrecht verankern, das bei einem Systematischen nicht durch Naturgewalten verursachten Ausfall der Kommunikationssysteme die amtierende Regierung automatisch für alle Verbrechen gegen die Menschlichkeit haftbar gemacht werden kann, die währenddessen passieren. "200 Tote" + "Internet geht nicht" + "Keine Naturkatastrophe" macht schlicht und einfach 200 mal Lebenslänglich für die regierenden Personen! Damit könnte dann niemand mehr sinnvoll ein Tuch des Schweigens über seine Gräueltaten legen.

Was kann man selber tun? Nun, da China das System in Burma zumindest am Anfang der Unruhen protegiert hat, werde ich darauf verzichten, die Übertragung der Olympischen Spiele im Fernsehen zu verfolgen. Damit hat gleichzeitig mein anteil an öffentlich rechtlicher GEZ finanzierter Fernsehzeit den Wert Null erreicht. Von wegen Grundversorgung ....

04 Oktober 2007


Free Burma




Free Burma!

1 Kommentar:

Sabine Engelhardt hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.