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15 Februar 2015

Investitionen in den Ausbau von Bahnverkehr von Personen ist raus geschmissenes Geld und sollte sofort Unterbleiben.

Nach dem ich einen Post in meinen Google kreisen von einem Menschen der offensichtlich Hamburger Wähler ist gelesen habe, die Piraten seinen wegen ihres Standbahnkonzeptes nicht wählbar,


bin ich der Sache mal Nachgegangen. Und in der Tat, die Piraten machen in ihrem Wahlprogramm aber komische Sachen:

Stadtbahn
Die Piratenpartei fordert die Wiederaufnahme der Planungen zur Stadtbahn Hamburg, den Bau der Strecke Kellinghusenstraße-Bramfeld zum geplanten Eröffnungstermin 2014 und anschließend den zügigen Weiterbau zum Zielnetz mit 4 Linien bis 2025.


Forderungen an die Vergangenheit? Das kann ja wohl nicht sein. Verschimmelter Punkt vom letzten Wahlprogramm? Versehen? Wie wäre es mit einem Beschluss, Physikalisch nicht oder nicht mehr mögliche Politische Beschlüsse automatisch ihre Gültigkeit verlieren, damit man eine Legitimation hat solche absurden Punkte zu entfernen.

Aber auch Technologie Politisch ist das Eintreten für schienen gebundenen Personenverkehr äußerst Fragwürdig. Investitionen in Verkehrswege sind langfristiger Natur. Es dauert halbe Jahrhunderte bis sich eine derartige Investition bezahlt macht. Da muss die Frage gestellt werden, ob die Bahn im 20 Jahren noch relevant ist.

Die Bahn, so konnte man es bei Stuttgart 21 sehen, gibt immer massig an mit ihren Fahrzeiten. In 8 Min vom Hauptbahnhof zum Flughafen. Wer Stuttgart kennt, der weiß, das es eine tolle Leistung ist! Nur so darf man nicht Rechnen. Die Flieger fliegen nicht nur einmal die Stunde, sondern rund um die Uhr. Man muss warten, und die Geschwindigkeit geht fast vollständig verloren. Tatsächlich sinkt die mittlere Reisezeit um 2,875 auf 31,625 Minuten, was eine lächerlich geringe Verbesserung ist, gemessen an dem Aufwand.

Aber nicht nur das, auch muss man ja erst mal am Hauptbahnhof sein. Das musste ich jetzt selber erleben. Der TÜV hat mich im wegen einer endlos langen Mäkel Liste von meinem alten Auto geschieden. Ich bedauere das, weil es mein erstes Auto war, mit dem ich rund 25 Jahre lang gefahren bin. Ich hatte das Kennzeichen L - SK 27, das aber nicht für L wie Leibzig stand, sondern es stand L wie Lahn. In den 1980ziger Jahren gab es den Versuch die Universitätsstadt Gießen und die Industrie und Goethe Stadt Wetzlar zur Stadt Lahn zusammenzulegen. Das hat nur sehr kurz gehalten, aber seit dem bin ich mit dem L herum gefahren. In letzter Zeit war ich einer der letzten meiner Art. Ich habe schon lange lange kein anderes Auto mit einem L mehr gesehen. Schade, langsam verschwindet der Beweis des Unglaubens der Sozialdemokraten an die Deutsche Einheit aus dem Straßenbild. Zuletzt musste ich beim Wechsel der Versicherung schon LDK-SK 27 im Internet eingeben, damit ich überhaupt ein Angebot bekam, und dann die Versicherung um Manuelle Richtigstellung bitten. Eigentlich müsste ein Waagen mit "L" wie Lahn im Haus der Geschichte stehen. Meinen wollten sie jedenfalls nicht ...


Ich musste also mit anderen Verkehrsträgern potentielle Kaufkandidaten unter den Gebrauchtwaagen ansehen. Das erste was an der Bahn äußert negativ auffiel, das waren die 179, in Worten hundert-neunundsiebzig, Seiten AGB mit Juristentext. Das ist, mit Verlaub eine Zumutung! Alleine die durch zuarbeiten hat mich ein Tag gekostet. Meine Freundin - Sie ist Juradozentin und überzeugte Bahnfahrerin (sic!!) - hat zwar gemosert, aber Vertragsbestandteile sind durch zuarbeiten. Dieser Punkt ist nicht Verhandelbar. Insofern ist das System Bahn schon deshalb verwendbar. Zumal wichtige Passagen schlich unverständlich sind. Beispielsweise die Preisberechnung. Ich habe Mathematik und Physik Diplom, bin aber wegen fehlender Legenden und Dimensionen nicht in der Lage die Preisgestaltung der Bahn nachzuvollziehen.


Das gleiche für Gruppenreisen


Mal ganz abgesehen von diversen juristischen Grausamkeiten wie diese hier ...


Wenn man in einem keinem Ort wohnt und einen anderen kleinen Ort im Nachbarbundesland besuchen will, dann wird das Ganze Ausmaß der Unzulänglichkeit des Systems Bahn schmerzhaft erkennbar. Solche Aktionen, die man mit dem Auto in 4 Stunden erledigen kann, sind mit der Bahn kaum ohne Hotel für die Nacht zu machen. Die ICE's sind zwar super schnell, aber der Bus von Kleinkleckersdorf zum nächsten RE/ICE halt und vom ICE/RE Halt zum Ziehl frisst so viel Zeit das zusammen mit den Diversen Umsteigewartezeiten ganze Tagesexpeditionen heraus kommen.


Der nächste heikle Punkt ist der Erweb der Fahrkarte. Als erstes nervt der Routenplaner der Bahn, der gerne schon mal nur absurd zu nennende Verbindungen konstruiert. Da wird man mit dem Nahverkehrszug in die Gegenrichtung geschickt um dann einen RE zu bekommen, den sonst nur mit einen früheren Nahverkehrszug in Fahrtrichtung bekommen hätte. Letztendlich half nur der Routenplaner von Google und das eingeben von Zwischenstopps.

Lästig ist auch, das man sowohl im Internet als auch an den Fahraktenautomaten - welche meine Freundin als pure Folter empfindet - immer wieder nach allem möglichen Bullfck gefragt wird, anstatt das man in seinem Profil einmal eingeben kann, wie man reisen will ... nein keine Bahncard - auch keine Probebahncard 25 die sich Augenscheinlich schon beim erst mal rechnet weil man sonst nach 3 Monaten automatisch eine Bahncard 25 Kauft. Das man dieses Kündigen muss erfährt man nur in den 179 Seiten AGB Müll ... nein keine Hunde, Katzen oder Flöhe ... und nein auch keine Fahrräder ... und nein, ich brauche auch keine Behindertengerechte Zugverbindung. Dass alles gehört in das Internet Profil, das auch am Fahrkarten Automaten zugänglich sein sollte. Spätestens nachdem man seine Bahncard Nummer eingegeben hat. Allerdings muss man den Bahnmanagern zu gute halten, das sie hier nur Wortgetreu Vorgaben von Eurokraten umgesetzt haben um Streitigkeiten ob Intelligentere Verfahren auch diesen Vorgaben entsprechen aus dem Weg zu gehen.



Hier ist die Politik gefragt, der Bahn rechtssicheren Raum für ein kundenfreundliches Auftreten zu geben. Auch sollte es einen gesammtkontrahierungzwang geben, der es Ermöglicht die Wartezeiten bei Umsteigen für die Unternehmen des öffentlichen Personenverkehr zu einem Kostenfaktor zu machen. Andere wird das nie besser. Jeder Verkehrsträger kann einen km Preis festlegen, aber für jede über 5 Minuten hinausgehende Wartezeit gibt es Abzüge die die beiden Unternehmen welche am Umsteigen beteiligt sind tragen müssen.

Wird ein mit solch gravierenden Mängeln behaftetes Verkehrssystem in 20 Jahren noch eine Rolle Spielen?

Dazu kann man ein ganz klares NEIN feststellen. Autonomes Fahren wird kommen. Die Technik ist an der Schwelle zum Verkauf, in den USA gibt es schon einen Zulassungsverfahren. Seit gewiss, das all die gestressten berufstätigen Frauen welche Kinder hin und her Jonglieren müssen die Technik schnell voran bringen werden, und sich selbst fahrende Vehikel als Familienkutschen besorgen. Wenn die Kinder dann das Alter erreichen, in dem sie den Führerschein machen könnten sind diese Familienkutschen Zehn bis Fünfzehn Jahre alt und werden als billige gebraucht wagen gehandelt. Es ist als sehr unwahrscheinlich zu erachten, das diese Kinder tausende Euros in einen Führerschein und weitere tausende von Euros in die Malus Schadensklassen der Versicherungen investieren werden, nur um auf den gewohnten Komfort des gefahren werden zu verzichten.



Führerschein wird in Zukunft vergleichbar exklusiv sein wie ein Flugschein heute. Nur diejenigen, welche ein besonderes Interesse am selber Fahren haben, werden ihn überhaupt machen wollen. Ob sie das dann überhaupt noch dürfen wird sich Zeigen. Fahrspaß und STVO sind zwei Dinge, die sich über weite Strecken ausschließen. Wir blicken heute mit Gruseln auf die barbarischen Zeiten des Römischen Imperium zurück, in der Menschen nur zu Unterhaltungszwecken im Kolosseum und andren Orts ihr Leben ließen. Es ist anzunehmen, das die Menschen über den Blutzoll der Mobilität in zukünftigen Jahrhunderten ähnlich denken werden. Ein verbot des selber Lenkens auf öffentlichen Straßen wird sicher kommen, mit ein bisschen Glück werde ich es noch erleben. Zumal Computer wegen der deutlich erhöhten Reaktionszeit die Autos viel enger auffahren lassen können. Das Spart Unmengen an Treibstoff und Straßenraum, so das neu bauten von Straßen vermutlich für immer entfallen können. Natürlich kann das alles aber nur kommen, wenn es den Herstellern gelingt, eingriffe in die Fahrzeugelektroik welche es in der Vergangenheit wahrscheinlich schon gegen hat zu verhindern, mit der missliebige Personen von interessierter Seite unauffällig getötet werden können.

Auch der heutige Trend zum Sharing statt zum Besitz wird mit Autonom fahrenden Fahrzeugen erst zum durchstarter, und zwar auch auf dem Land. Wenn ein Autonomes Fahrzeug 5km Anfahrt hat, dann vergehen vom click auf die Smartphoneapp bis zum Einsteigen wenige Minuten. Meist wird das Auto vor der Tür warten bis man den Mantel und die Schuche angezogen hat und die Treppe zum Hauseingang runtergegangen ist.

Für eine Partei die sich der Moderation der technischen Entwicklung verschrieben hat ist also ein "abgelegtes Stadtbahnkonzept der Volksparteien" nichts anderes als ein Epicfail und ein dreifach donnerndes Hellau. IT Sicherheit in den KFZ Assistenzsystemen müsste das Thema sein, die Führerscheinprüfung für einen Computer, Haftungsfragen für Autonomobile. Gelder für die Bahn dürfte es nur noch im Zusammenhang mit Frachtverkehr geben und natürlich um die Sicherheit bestehender Anlagen für ihre Restlaufzeit zu gewährleisten. Aber der Super-BER mit Namen Stuttgart 21 und viele andere am Personenverkehr orientierte Baumaßnahmen sind minimalinvasiev abzuwickeln oder für die Optimierung in Hinblick auf Fracht Umzuwidmen. Sollte der Wähler die Piraten heute wiegen und für zu leicht befinden, so kann ich das bei allem Schmerz trotzdem gut verstehen.


1 Kommentar:

Sascha Ruschel hat gesagt…

Hallo du hast das falsche Programm das ist nicht das Wahlprogramm