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09 September 2007

Angenommen Adolf Hitler wäre an der Kunstakademie angenommen worden ....

... was wäre uns alles erspart worden. Dieser Satz tauchte in einer TV Dokumentation der öffendlich rechtlichen Sender zum Leben Adolf Hitlers auf. Klingt auf den ersten Blick sehr vielversprechend die Vorstellung, sind doch durch die Handlungen des Dritten Reich extrem viele Menschen zu Tode gekommen. Zwischen 5 und 6 Millionen Juden allein im Holocaust, 19 Millionen Soldaten und 13 Millionen Zivilisten im Angriffskrieg, um nur mal die wichtigsten Positionen der Bilanz zu nennen. Von der flächendeckenden Zerstörung der Infrastruktur und Lebensgrundlagen der Menschen in Europa mal ganz abgesehen.

Machen wir den Gedankenversuch, und nehmen wir mal an Adolf wäre ein mehr oder wenig beachteter Kunstmaler geworden. Die erste Frage die sich stellt, ist ob es ein Anderer an seiner Stelle die Geschichte so hätte ablaufen lassen, wie sie ablief. Diese Frage kann man getrost mit nein beantworten, weil die NS-Diktatur eine sehr starken Personenbezug hatte. Nichts desto trotz waren die Probleme in Deutschland in der Kombination von dem verlorenen ersten Weltkrieg, der Weltwirtschaftskrise und den strukturellen Problemen der Zersplitterung der Demokratischen Kräfte sehr Groß. Nehmen wir jetzt mal an, das diese Probleme in irgend einer Weise friedlich in den Griff zu bekommen waren, Deutschland also mit sich selbst beschäftigt ist, und in der Weltpolitik keine wichtigen Akzente setzt.

Was wäre dann Passiert? Der Ost-West Konflikt geht ja auf die Oktoberrevolution in Russland, und die wiederum auf den ersten Weltkrieg zurück. Das Spannungsfeld Russland - USA, das bis zum Ende des zweiten Weltkrieges durch den gemeinsamen Feind verdeckt wurde, wäre also vermutlich eher früher als später in den Fokus der Tagespolitik geraten.

Parallel dazu wäre der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn der Grundlagenforschung in etwa so weiter gelaufen wie er sich in der realen Geschichte abgespielt hat. Die Entdeckung der Kernspaltung und der Kettenreaktion lag wissenschaftlich in der Luft. In den Köpfen der Militärs gibt es nur einen Ersatz für Zerstörungskraft, und das ist noch mehr Zerstörungskraft. Schon im ersten Weltkrieg wurden im Minenkrieg Sprengladungen in der Größenordnung von 25 Tonnen gezündet, um das Patt des Stellungskriegs zu beseitigen. Die Entwicklung von Atombomben bei verschiedenen Parteien und eine entsprechende Aufrüstung sind folgerichtige, fast zwangsläufige Entwicklungen. Die wäre relativ geräuschlos und für die Öffentlichkeit kaum wahrnehmbar passiert, weil in einem solchen Fall davon auszugehen ist, das diese Entwicklungen mit der höchstmöglichen Stufe der Geheimhaltung versehn worden wäre.

Die Entwicklung der Atomwaffen in Friedenszeiten hätte also zu einem gut gefülltem Arsenal geführt, über deren Schrecken vermutlich nur wenig bis nichts bekannt wäre. Das es einen Konflikt wie die Kuba-Krise zwischen zwei Atommächten geben haben würde, ist nur eine Frage des wann und nicht das ob. Es ist kaum anzunehmen, das die Führer der beteiligten Nationen sich so besonnen verhalten hätten und es geschafft hätten, ihre Militärs in Zaum zu halten, wenn das Monster der militärischen Nutzung der Atomkraft nicht zuvor Gelegenheit hatte, sein wahres Gesicht zu zeigen. Auch in der Kubakrise schossen russische Soldaten mit einer SA2, trotz gegenteiligen Befehl(!!), eine amerikanische U2 und umgekehrt zwangen US schiffe sowjetische U-Boote mit nuklearer Bewaffnung zum Auftauchen. Das die Sache damals nicht schiefging und damit den Overkill aktiviert hat, ist auch so schon eigentlich sehr unwahrscheinlich. Ohne den Einsatz der Atomwaffen im zweiten Weltkrieg als es noch kein Eskalationspotential gab, wäre der Ersteinsatz bei Kriegshandlungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schief gegangen und hätte den globalen Overkill aktiviert.

Und so bliebt mir am Ende des Gedankenexperiments die erstaunliche und beklemmende Erkenntnis, das es möglich weiße höchst notwendig war, das es das Dritte Reich unter Adolf Hitler, den japanischen Gottkaiser und den zweiten Weltkrieg gab, um einen sicheren Anfang des Atomzeitalter zu gewährleisten.

1 Kommentar:

Daniel hat gesagt…

hitler nötig???
das ist wohl eine der dümmsten aussagen die es gibt!!!!