In der Onlineberichterstattung musste ich lesen, das Tim K. der Amokläufer an der Alberville Realschule in Winnenden, sich auch von seinen Lehrer(innen) gemobbt fühlte. Das ist natürlich noch erheblich viel schlimmer als von den Mitschülern gemobbt zu werden. Bei fast allen Amokläufen heißt es ja, das es sich um ruhige, abgepasste Jugendliche handelt. Also insbesondere um Menschen, die die Regeln der Gesellschaft für sich bereit sind zu akzeptieren.
Wenn diese Menschen dann von den Trägern dieser Regeln verhöhnt werden, dann bekommen diese Jugendliche ein immenses Problem. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft werden von Jugendlichen, so ist es jedenfalls mir ergangen, nicht als "zuständig" angesehen, weil Sie den Erwachsenen zugeordnet werden. Wie genau dieser Eindruck zustandegekommen ist, kann ich heute nicht mehr genau sagen, ich vermute aber das die Regelhandlung unter 14 jährige schlicht bei den Eltern abzuliefern wenn sie was ausfressen haben, dazu einen entscheidenden Beitrag geliefert hat. Sowas kommt immer mal wieder vor und mach als Erfahrungsbericht die Runde auf dem Schulhof.
Ein junger Mensche, der sich in der Situation befindet, das er den Schmerz den solche Kränkungen verursachen nicht mehr aushalten kann, er keine wirksame Hilfe bei Eltern oder sonstigen nahe stehenden Personen findet und er auf der anderen Seite auch nicht gegen die Regeln der Gesellschaft leben kann oder will, für den ist der Suizid oder, wenn er es nicht akzeptieren kann, das man Ihm sein Leben nicht Leben lassen will, der Amoklauf schon fast eine zwingende logische Konsequenz. Das Informationszeitalter liefert dann nur mehr den eleganten Zugang zu Informationen vergangener Taten und gegebenenfalls virtuelle Trainingsmöglichkeiten.
Das Schüler von Lehrern verhöhnt werden, scheint alles andere als selten zu sein. Durch einen, wie ich heute weiß, kleinen Fehler in Skelett habe ich wohl einen für ein geübtes Auge erkennbaren veränderten Bewegungsablauf. Das wurde nicht einmal, sondern sogar zweimal von Sportpädagogen aufgegriffen, um mich mit beleidigenden Spitznamen zu belegen, die natürlich von den Klassenkameraden und dem Rest der Schule mit immenser Begeisterung aufgegriffen wurden.
Wegen der verzerrten Wahrnehmung Jugendlicher der Zuständigkeit für Recht und Strafe, sollte die Verjährung wie im §78b Absatz (1) bei Straftaten von Lehrpersonal an Schulen und sonstigen öffentlichen Einrichtungen gegen Schüler ebenfalls bis zur Vollendung des achtzehnten Lebensjahres ruhen. Gegebenen Falls sollte man sich desweiteren überlegen, ob solche ein Verhalten des "dem der Meute zum Fraß vorwerfen" durch den Straftatbestand der Beleidigung überhaupt angemessen unter Strafe gestellt ist, ist es doch eigentlich schon mehr eine Körperverletzung in mittelbarer Täterschaft, wenn man bedenkt, das Schüler deren Respekt als Person verloren gegangen ist, viel häufiger auch Beleidigungen, Pöbeleien und Schläge von ihren Mitschülern einstecken müssen.
Die Politik Deutschlands zeigt einen großen Mangel an Naturwissenschaftlicher Kompetenz. Grund für diesen Misstand ist meiner Meinung nach eine erheblich einseitige Berichterstattung, speziell im öffentlich rechtlichen Rundfunk. Ich werde deshalb hier zu aktuellen Themen aus der Sicht eines Menschen mit naturwissenschaftlicher Ausbildung Stellung nehmen.
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12 März 2009
11 März 2009
Schule als Ort der Nächstenliebe .... ?
Im Ramen der Berichterstattung um die tragischen Ereignisse an der Alberville Realschule in Winnenden habe ich auch eine Rede vom Ministerpräsident Ötttinger mit anhören müssen "... Schule, der Ort der Gesellschaft, ein Ort der Zukunft, ein Ort der Bildung, Erziehung, ein Ort der Nächstenliebe und von daher ist es eine besonders gemeine Art, eine Schule so zu Stören und zu zerstören ... ". Ich habe selten einen solchen realitätsfernen Mist von einem Politiker gehört.
Klar ist Schule ein Ort der Bildung und Erziehung. Ersteres weil Lehrer sich bemühen, ihren Stoff unter die Schüler zu bringen, und Erziehung alleine schon deshalb, weil sich Schüler etwa ein drittel Ihrer Lebenszeit in der Schule aufhalten. Aber dieser Aufenthalt ist mitunter alles andere als das, was Herr Ottinger als seine wild romantischen Vorstellungen zum besten gibt. Schule ein Ort des puren Darwinismus, ein Ort des Kampfes, des Terrors, ein Ort der Verhöhnung und Erniedrigung, das würde es viel besser treffen!
Wen ein Schüler nicht so kommunikativ wie andere ist, aus welchen Grund auch immer, und sei es nur weil er keine gleichaltrigen findet, die seine Interessen teilen, dann geriet er sehr schnell ist das Fadenkreuz seiner ach so netten Mitschüler. Wenn dieser dann von einer ganzen Meute in eine Mülltonne geworfen wird, und diese dann Minuten lange durch Schlaglöcher über den Schulhof gerollt wird, so das der Schüler immer wieder in den stinkenden Müll fällt, dann ist das alles andere als schön. Wenn dann der Aufsichtführende Lehrer sich erst gegen ende der Pause sich dazu herablässt, gegen diese Aktion einzuschreiten, dann kommt warlich der Eindruck von Schule als rechtsfreier, exteritorialen Raum auf.
Ich hatte zum Beispiel mal als Schüler der Abschlussklasse (oder ein Jahr davor, ist schon mehr als ein viertel Jahrhundert her) das Problem, das ich von den Schülern der Einstiegsjahrgänge als Zielscheibe, vermutlich für deren Frust über Schüler der höheren Jahrgänge, herhalten musste. Das war alles andere als Einfach, weil eine passive Reaktion wie die des sich Versteckens bei mehr 30 Verfolgern einfach nicht mehr funktioniert. Zumal ich damit auch zunehmend Ärger mit Lehrern bekam, denen es aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht passte, das ich mich in unbeaufsichtigten und leeren Räumen Aufhalten wollte. Aber gegen den Terror und die Tritte der Meute in den beaufsichtigten Schulhöfen hat keiner was unternommen. Während ich den Angriff des ersten abzuwehren versuchte, hatte ich schon den nächsten Tritt eines Anderen von hinten in die Kniekehle kassiert. Und das wurde immer schlimmer, weil es immer mehr wurden!
Irgendwann habe ich dann beschlossen, das ich eine bessere Strategie brauche. Ich merkte, das die Schläge und Tritte so schlimm ja auch nicht sind. Ich beschloss sie einfach Einzustecken, Gerechtigkeit und Friedfertigkeit ruhen zu lassen und einen für alles Haftbar zu machen. Ich griff mir also den ersten den ich erwischte, und hielt ihn fest, quetschte ihn zwischen mir und einer Betonwand ein, und schlug bis zum Ende der Pause auf den Kerl ein. Nicht wirklich die feine Art, aber Interessant, denn noch während der Pause lies die Unterstützung seiner Mitstreiter zusehends nach. Als der dann flennend Abzog, hatte sich mein Problem in nichts aufgelöst - aber ohne Gewalt war das Problem definitive nicht zu lösen, denn die Lehrer wollten schlicht nichts Unternehmen und immer mehr Schüler wollten ihren Spaß zum Frust Abbau mit mir haben. Ok, ich hatte wohl Glück, den zwei Stunden später fragt mich mein Klassensprecher, warum ich denn den Förderstufensprecher ungespritzt in den Betonboden rammen würde. Da war mir klar, das ich mit Glück den Oberrabauken erwischt hatte.
Ich wünsche mir, so schlimm das für die Opfer das Amoklaufs auch sein mag, das man auch endlich mal das Aufklärt, was die jahrelange Vorgeschichte des ganzen war, obwohl die Wolkenkuckucksheim Vorstellungen der Verantwortlichen befürchten lassen, das alles wie gewohnt unter den Teppich gekehrt wird. Und dabei ist zu befürchten, das heute, 25 Jahre später, die Situation noch viel schlimmer ist als damals. Wenn ich da alleine an die Ausführungen meines Schwagers denke, der 2 Kinder in der Schule hat. Die Schülertoilette, schon damals in meiner Wahrnehmung sowas wie die "Kammer des Schreckens", soll heute angeblich ein quasi exterritorialen Status haben, den sich allenfalls bewaffnete Polizisten vorwagen. Zur Verhinderung von Amokläufen an Schulen sollte man sicherstellen, das die Verfassungsmäßigen Rechte der kindlichen Personen auch vor anderen Kindern geschützt werden, anstatt über Waffengesetze und Ballerspiele zu lamentieren.
Klar ist Schule ein Ort der Bildung und Erziehung. Ersteres weil Lehrer sich bemühen, ihren Stoff unter die Schüler zu bringen, und Erziehung alleine schon deshalb, weil sich Schüler etwa ein drittel Ihrer Lebenszeit in der Schule aufhalten. Aber dieser Aufenthalt ist mitunter alles andere als das, was Herr Ottinger als seine wild romantischen Vorstellungen zum besten gibt. Schule ein Ort des puren Darwinismus, ein Ort des Kampfes, des Terrors, ein Ort der Verhöhnung und Erniedrigung, das würde es viel besser treffen!
Wen ein Schüler nicht so kommunikativ wie andere ist, aus welchen Grund auch immer, und sei es nur weil er keine gleichaltrigen findet, die seine Interessen teilen, dann geriet er sehr schnell ist das Fadenkreuz seiner ach so netten Mitschüler. Wenn dieser dann von einer ganzen Meute in eine Mülltonne geworfen wird, und diese dann Minuten lange durch Schlaglöcher über den Schulhof gerollt wird, so das der Schüler immer wieder in den stinkenden Müll fällt, dann ist das alles andere als schön. Wenn dann der Aufsichtführende Lehrer sich erst gegen ende der Pause sich dazu herablässt, gegen diese Aktion einzuschreiten, dann kommt warlich der Eindruck von Schule als rechtsfreier, exteritorialen Raum auf.
Ich hatte zum Beispiel mal als Schüler der Abschlussklasse (oder ein Jahr davor, ist schon mehr als ein viertel Jahrhundert her) das Problem, das ich von den Schülern der Einstiegsjahrgänge als Zielscheibe, vermutlich für deren Frust über Schüler der höheren Jahrgänge, herhalten musste. Das war alles andere als Einfach, weil eine passive Reaktion wie die des sich Versteckens bei mehr 30 Verfolgern einfach nicht mehr funktioniert. Zumal ich damit auch zunehmend Ärger mit Lehrern bekam, denen es aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht passte, das ich mich in unbeaufsichtigten und leeren Räumen Aufhalten wollte. Aber gegen den Terror und die Tritte der Meute in den beaufsichtigten Schulhöfen hat keiner was unternommen. Während ich den Angriff des ersten abzuwehren versuchte, hatte ich schon den nächsten Tritt eines Anderen von hinten in die Kniekehle kassiert. Und das wurde immer schlimmer, weil es immer mehr wurden!
Irgendwann habe ich dann beschlossen, das ich eine bessere Strategie brauche. Ich merkte, das die Schläge und Tritte so schlimm ja auch nicht sind. Ich beschloss sie einfach Einzustecken, Gerechtigkeit und Friedfertigkeit ruhen zu lassen und einen für alles Haftbar zu machen. Ich griff mir also den ersten den ich erwischte, und hielt ihn fest, quetschte ihn zwischen mir und einer Betonwand ein, und schlug bis zum Ende der Pause auf den Kerl ein. Nicht wirklich die feine Art, aber Interessant, denn noch während der Pause lies die Unterstützung seiner Mitstreiter zusehends nach. Als der dann flennend Abzog, hatte sich mein Problem in nichts aufgelöst - aber ohne Gewalt war das Problem definitive nicht zu lösen, denn die Lehrer wollten schlicht nichts Unternehmen und immer mehr Schüler wollten ihren Spaß zum Frust Abbau mit mir haben. Ok, ich hatte wohl Glück, den zwei Stunden später fragt mich mein Klassensprecher, warum ich denn den Förderstufensprecher ungespritzt in den Betonboden rammen würde. Da war mir klar, das ich mit Glück den Oberrabauken erwischt hatte.
Ich wünsche mir, so schlimm das für die Opfer das Amoklaufs auch sein mag, das man auch endlich mal das Aufklärt, was die jahrelange Vorgeschichte des ganzen war, obwohl die Wolkenkuckucksheim Vorstellungen der Verantwortlichen befürchten lassen, das alles wie gewohnt unter den Teppich gekehrt wird. Und dabei ist zu befürchten, das heute, 25 Jahre später, die Situation noch viel schlimmer ist als damals. Wenn ich da alleine an die Ausführungen meines Schwagers denke, der 2 Kinder in der Schule hat. Die Schülertoilette, schon damals in meiner Wahrnehmung sowas wie die "Kammer des Schreckens", soll heute angeblich ein quasi exterritorialen Status haben, den sich allenfalls bewaffnete Polizisten vorwagen. Zur Verhinderung von Amokläufen an Schulen sollte man sicherstellen, das die Verfassungsmäßigen Rechte der kindlichen Personen auch vor anderen Kindern geschützt werden, anstatt über Waffengesetze und Ballerspiele zu lamentieren.
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