Ich musste in den letzten Tagen davon lesen, das regierungsamtliche Umweltträumer bis 2030 eine Einstellung der CO2 Reduktion fordern. Diese Leute sind sich offensichtlich nicht darüber im klaren, das unsere Zivilisation auf der Verwendung von Energie beruht. Und diese stammt, bis auf wenige Ausnahmen, aus der Verbrennung von Kohlenstoffhaltigen Treibstoffen.
Wenn diese also nicht mehr genutzt werden sollen, dann heißt das, das man nahezu alle Zivilisatorischen Errungenschaften erneuern oder Tief greifend umgestalten muß. Eine Umgestaltung ist aber immer mit viel Arbeitszeit verbunden, und das wiederum kann sich der Großteil der Bevölkerung nicht Leisten. Schon gar nicht, wenn dies mit einer "Vernichtung" bestechender Vermögenswerte einhergeht, wenn z.B. eine Fassade eines Eigenheims vorzeitig zerstört oder Überdeckt werden muss, "nur" damit etwas weniger Wärme in die Umwelt abgegeben wird.
Wenn diese Zerstörung von Sachwerten von Staat gefördert wird, wie bei der Abwrackprämie, dann hilft das auch nicht weiter, denn die daraus resultierenden Staatsschulden werden auf die Bürger zurückfallen. Damit aber nicht genug, es werden auch billige Betriebsmittel aus dem Verkehr gezogen, so das für den Teil der Bevölkerung, der ohnehin finazielle Probleme hat, die Lage nur noch schwieriger wird, und mit einer Zunahme von staatlichen Hilfeleistungen zu rechnen ist. Eine Komplette Entsorgung unserer Zivilisation kommt noch teurer, als die Anpassung auf die Enderwärmung um mehr als die 2°C, welche mit "jährlich zwischen 40 und 170 Milliarden Dollar" angegeben werden, und möglicherweise positive Effekte aus politischen Gründen geflissentlich außer acht lassen. Im 9 & 10 Jahrhundert war es so warm, das Grönland grün war. Wenn ich dann noch lesen muss, wie Klimaforscher so durch kreative Datengestaltung zu ihren Erkenntnissen kommen, dann könnte ich Keise kotzen.
Jenseits solchen Spinnereien auf hohem Niveau lässt sich aber doch etliches für das Klima tun, und zwar ohne vorhandene Vermögenswerte zu vernichten oder zerstören. Eine wesentliche Voraussetzung für eine effektive Nutzung der Umgebungstemperaturen für ein Effektiveres Heizungsmanagement wäre es, wenn Wetterprognosen allgemeine Maschinenlesebar zur Verfügung stehen. Klar, kein Problem Internet. Ist aber mitunter doch ein Problem, nicht jeder hat Internet, und schon gar nicht im Heizungskeller. Besser wäre es, eine überall zu empfangendes Funksignal, wie die DCF77 Zeitsignale dafür zu nutzen. In der Tat tragen die unbenutzten Bits des Signals heute Wetterprognosen, nur leider ist die juristische Konstruktion so beknackt, das eine Nutzung für teure Investitionsgüter nicht in Frage kommt.
Neben der durch in die Zukunft gerichtete Planung besseren Nutzung und damit Auslastung von KWK Anlagen wäre solch ein Signal auch für normale Heizungs- und Klimaanlagen von Wert. Betrachten wir zum Beispiel Abseitsstätten, an denen nicht im Schichtbetrieb gearbeitet wird. Das sind sehr viele. Nach dem heutigen Tarifvorstellungen sollen die Menschen nur, je nach Branche, 37,5 bis 40 Stunden in der Woche arbeiten. Die Woche hat aber 168 Stunden. Es sind also nur 22% der Zeit Menschen vor Ort, also eigentlich fast nie.
Normale Heizungsregelungen werden vom Heizungsbau auf die Anwesenheitszeit hin Optimiert, was für die Situation am Arbeitsplatz völlig unangebracht ist. Dort ist es sinnvoller, die Temperatur drastisch, z.B. über das Wochenende um bis zu 15°C, abzusenken, um Sie dann am Morgen eines Arbeitstages mit Vollastheizen schnell hoch zubringen. Dazu muss eine Steuerung aber abschätzen können, wie viel Energie im Haus gebraucht wird, um den optimalen Einschaltzeitpunkt bestimmen zu können.
Weitere Anwendugsfelder wäre die optimierte Führung einer solarthermischen Anlage. Wenn sie als Eigentümer einer älteren Immobilie einen Heizungsbauer nach so etwas fragen, dann wird der Ihnen was von Niedertemperatur Heizkörpern erzählen, die sie überall einsetzen sollten. Wieder stehen sie vor dem Problem, Investitionen der Vergangenheit vorzeitig verschrotten zu müssen, und damit geht ihre Rediteaussichten für eine solche Renovierung ganz schnell den Bach runter.
Wasser braucht, um von 10°C auf 25°C erwärmt zu werden, genau soviel Energie, wie wenn sie es von 60°C auf 75°C erwärmen. Insofern macht es Sinn, das eine solarthermische Anlage die Wärme in zwei stufen in Wassertanks ablegt. Einmal um das Kalte Wasser von im Winter 9°C auf 25°C zu erwärmen. Diese Temperatur nimmt es auch an, wenn sich z.B. im Spülkasten der Toilette befindet und das gut geheizte Bad kühlt. Außerdem wird durch solch eine Maßnahme so viel Strom eingespart, wie wenn sie die Temperatur der Wäsche und des Geschirrs um 16°C verringern würden. 25°C erreichen gute Kollektoren auch an weniger sonnigen Tagen im Winter. Scheint die Sonne prall, kann mit der Wärme auch Warmwasser erzeugt werden, von dem wegen der höheren Temperatur des kalten Wassers auch weniger gebraucht wird, wenn es den doch konventionell erzeugt werden muss. Vorteil: Die Arbeiten können auf den Heizungskeller und das Dach beschränkt werden (Leitungsführen an der Außenseite der Fassade), und teure Kollateralschäden im ganzen Haus vermieden werden. Eine Solarthermische Anlage muss genügend redite Abwerfen, um auch Reparaturen gut finanzieren zu können, sonst werden sich sehr schnell viele Leichen ansammeln, bei Leuten die nicht genug Geld übrig haben, um es in eine nur langfristig retable Reparatur einer vorhandenen Solaranlage zu stecken. Wenn das Kind auf Klassenfaht gehen können soll, und da Geld nicht für beides reicht ... Durch eine solche Einspeisung auf niedrigem Temperaturnivaux, welche durch Planung mittels Wetterdaten deutlich effektiver wird, kann so etwas erreicht werden.
Bei Neubauten oder Komplettrenovierungen, aber nur dort, kann auch ein eigener Heizkreis für Räume mit niedriger Temperatur sinnvoll sein, z.B Keller und Vorräume.
Eine andere überraschende Option, recht viel Strom einzusparen, findet sich im Internet. Jeder braucht es, der mit einem Computer arbeitet. Eine Datensicherung. Denn Computerfestplatten nehmen für sich das Recht in Anspruch, zu jedem beliebig Zeitpunk kaputt gehen zu können. Das heißt, das man möglichst kontinuierlich eine zweite Festplatte mitlaufen lassen muss, weil die Wechseldatenträger längst kistenweise geraucht werden, um eine Festplatte leer zumachen.
All diese Festplatten verbrauchen Strom. Wenn in Zukunft jeder einen PC hat, den er im Mittel 4 Stunden am Tag laufen lässt, so wären das 0.1 kW/h pro Person. oder 8000000 kW/h pro Tag. Das entspricht einner Leisung von 300MW, welche durch ein P2P-Backup System auf Basis der Freenet Technologie, die zu jeder Datei und jedem Ordner einen eindeutigen Hash Code liefert und umgekehrt diesen wieder in das zu sichernde Objekt zu verwandeln vermag. Möglich wird das, weil heutige Festplatten für fast alle Leute zu Groß sind. 300MW entspricht der durchschnittlichen Leistung des abgeschalteten Kernkraftwerk Obrigheim.
Die Politik Deutschlands zeigt einen großen Mangel an Naturwissenschaftlicher Kompetenz. Grund für diesen Misstand ist meiner Meinung nach eine erheblich einseitige Berichterstattung, speziell im öffentlich rechtlichen Rundfunk. Ich werde deshalb hier zu aktuellen Themen aus der Sicht eines Menschen mit naturwissenschaftlicher Ausbildung Stellung nehmen.
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05 November 2009
29 Januar 2008
Wetterprognosen über DCF77 für KWK
Da ich mich zur Zeit in verschiedenen Zusammenhängen mit der Einrichtung von KWK Anlagen befasse, bin ich auf folgende Problematik gestoßen: Fast jede Heizung hat mehr oder weniges ausgeprägte Phasen der Absenkung. Sei es die gewöhnliche Nachtabsenkung, eine Absenkung der Temperatur bei Pendlern z.B. unter der Woche oder aber auch die Absenkung über das Wochenende bei einem Firmengebäude. Allen gemein ist, das sie zum Anheizen eine mehr oder weniger große Spitzenleistung brauchen, welche die wirtschafliche Auslegung eines KWK bei weiten übersteigt.
Aus diesem Grunde statten Hersteller ihre Geräte üblicherweise mit Speichertanks aus. Die Frage ist nun, bis auf welche Temperatur die Steuerung die Tanks aufladen soll. Eine Maximale Aufladung führt auch zu maximalen Verlusten. Insofern wäre es für eine Steuerung wichtig, Wetterprognosen zu erhalten. Denn nur diese würden es erlauben, mit großen Tanks die benötigte Wärme über einen grösseren Zeitraum herzustellen, so das die KWK auch im ganzen ein brauchbares Erzeugungsprofil haben und für den Betreiber optimal rentabel sind. Die Rentabilität ergibt sich aus zwei Grössen: Dem Ausnutzungsgrad der Anlage und dem Anteil des erzeugten Stromes, der selbst genutzt werden kann. Und das aber ohne unnötige Wärmeverluste zu erzeugen, denn die Erzeugung von Strom alleine ist sehr unwirtschaftlich in kleinen KWK.
Wenn die Politik also vermehrt auf die Nutzung von Kraft Wärme Kopplung setzt (Achtung Frau Ypsilanti, im Sommer wird auch Strom gebraucht!) dann wäre die Bereitstellung einer maschinenlesbaren Wetterprognose oberste Politiker pflicht. Es gibt zwar einen E-Mail Verteiler des DWD im Internet, den man prinzipiell auf ein Programm umleiten kann, das eine standardisierte Datei für eine Heizungssteuerung daraus errechnet. Das ist aber wenig praktikabel, weil ja nicht bei jeder Heizung ein extra Internetzugang Sinn macht. Man denke nur an ein Gebäude oder Wohnung, die zwischen zwei Mietern leer steht oder an den Stromverbrauch der Computer und Modems.
Da moderne Heizungssteuerungen zur Vermeidung von Ungenauigkeiten eh meist über eine Funkuhr verfügen, wäre es sinnvoll diese Wetterprognosen für die Allgemeinheit mit in dieses Signal zu kodieren. Das Signal des DCF77, welches die sogenannte Normalzeit der PTB für die Allgemeinheit verbreitet und alle Funkuhren synchronisiert, hatte in der Tat noch 14 Bit pro Minute frei, welche dafür mehr als ausreichend sind.
In der Tat werden jetzt auf diesen 14 Bit Wetterprognosen ausgestrahlt. Allerdings hat die PTB diese Bits an die private Firma Meteotime vermietet. Für diese Daten wird eine Lizenz benötigt, mit der die Daten dann entschlüsselt werden können. Typische Produkte sind diese LCD Wetterstationen, die jetzt eben auch eine qualifizierte 4 Tagesprognose abgeben können, sofern der Hersteller pro Gerät einen Obolus an den Betreiber entrichtet.
Das war mal wieder ein echter Schildbürgerstreich der aus einer Visionslosen Industriepolitik erwuchs. Wenn ich schon KWK will, dann muss man sich auch Gedanken machen, welche Voraussetzungen dafür herzustellen sind. Bei einer Wetterstation für unter hundert Euro ist es egal, wenn die Seite mit den Wetterprognosen nach einigen Jahren nicht mehr geht. Meist ist Sie dann sowieso schon veraltet. Ganz anderes sieht das mit der Steuerung einer Heizung aus. Sie ist Teil eines Gebäudes und hat Laufzeiten von typischerweise 20 Jahre oder länger. Dafür wird eine auf lange Siecht verlässliche Quelle geraucht.
Aus diesem Grunde statten Hersteller ihre Geräte üblicherweise mit Speichertanks aus. Die Frage ist nun, bis auf welche Temperatur die Steuerung die Tanks aufladen soll. Eine Maximale Aufladung führt auch zu maximalen Verlusten. Insofern wäre es für eine Steuerung wichtig, Wetterprognosen zu erhalten. Denn nur diese würden es erlauben, mit großen Tanks die benötigte Wärme über einen grösseren Zeitraum herzustellen, so das die KWK auch im ganzen ein brauchbares Erzeugungsprofil haben und für den Betreiber optimal rentabel sind. Die Rentabilität ergibt sich aus zwei Grössen: Dem Ausnutzungsgrad der Anlage und dem Anteil des erzeugten Stromes, der selbst genutzt werden kann. Und das aber ohne unnötige Wärmeverluste zu erzeugen, denn die Erzeugung von Strom alleine ist sehr unwirtschaftlich in kleinen KWK.
Wenn die Politik also vermehrt auf die Nutzung von Kraft Wärme Kopplung setzt (Achtung Frau Ypsilanti, im Sommer wird auch Strom gebraucht!) dann wäre die Bereitstellung einer maschinenlesbaren Wetterprognose oberste Politiker pflicht. Es gibt zwar einen E-Mail Verteiler des DWD im Internet, den man prinzipiell auf ein Programm umleiten kann, das eine standardisierte Datei für eine Heizungssteuerung daraus errechnet. Das ist aber wenig praktikabel, weil ja nicht bei jeder Heizung ein extra Internetzugang Sinn macht. Man denke nur an ein Gebäude oder Wohnung, die zwischen zwei Mietern leer steht oder an den Stromverbrauch der Computer und Modems.
Da moderne Heizungssteuerungen zur Vermeidung von Ungenauigkeiten eh meist über eine Funkuhr verfügen, wäre es sinnvoll diese Wetterprognosen für die Allgemeinheit mit in dieses Signal zu kodieren. Das Signal des DCF77, welches die sogenannte Normalzeit der PTB für die Allgemeinheit verbreitet und alle Funkuhren synchronisiert, hatte in der Tat noch 14 Bit pro Minute frei, welche dafür mehr als ausreichend sind.
In der Tat werden jetzt auf diesen 14 Bit Wetterprognosen ausgestrahlt. Allerdings hat die PTB diese Bits an die private Firma Meteotime vermietet. Für diese Daten wird eine Lizenz benötigt, mit der die Daten dann entschlüsselt werden können. Typische Produkte sind diese LCD Wetterstationen, die jetzt eben auch eine qualifizierte 4 Tagesprognose abgeben können, sofern der Hersteller pro Gerät einen Obolus an den Betreiber entrichtet.
Das war mal wieder ein echter Schildbürgerstreich der aus einer Visionslosen Industriepolitik erwuchs. Wenn ich schon KWK will, dann muss man sich auch Gedanken machen, welche Voraussetzungen dafür herzustellen sind. Bei einer Wetterstation für unter hundert Euro ist es egal, wenn die Seite mit den Wetterprognosen nach einigen Jahren nicht mehr geht. Meist ist Sie dann sowieso schon veraltet. Ganz anderes sieht das mit der Steuerung einer Heizung aus. Sie ist Teil eines Gebäudes und hat Laufzeiten von typischerweise 20 Jahre oder länger. Dafür wird eine auf lange Siecht verlässliche Quelle geraucht.
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