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12 Juli 2011

Ein Migrationsmonitor für den Supergau ...

Die Panne von Apple, das das iPhone alle Ortsdaten aufgezeichnet hat, liefert uns ein eindrückliches Bild davon, was ein auf Mobilfunk basierter Migrationsmonitor für Daten liefern würde. Der Administrator eines Decoder Services hat hier die ausgewerteten Daten gepoolt, und damit einen Eindruck erzeugt, wie ein Gesamtabbild der Bevölkerung Basierend aus den Daten der Mobilfunkprovider aussehen würde. Nur das diese Daten in Echtzeit zur Verfügung stehen würden. Mann könnte sich natürlich auch noch zivilere Anwendungen einfallen lassen. In einer hoch aufgelösten Version könnten Staus deutlich, durch eine Zuname der Personendichte gekennzeichnet, sichtbar werden. So etwas könnte in einer Schneekatastrophe im Winter sinnvoll sein, insbesondere dann, wenn "ausgehende" Mobiltelefone deutlich gekennzeichnet werden.

Die Missbrauchsoption einer solchen Technologie könnte ebenfalls in einer "Überwachung der Masse jenseits des Einzelnen" liegen, z.B. bei politischen Demonstrationen zum Beispiel im Zusammenhang Politikerdaufläufen wie den GX-Treffen und dem detektieren von friedlichen Facebookparties.



Das hier einzelne Punkte sich deutlich abzeichnen, liegt daran, das nur ca 881 iPhones in die Berechnung eingegangen sind, was ca 0.001% der Mobiltelefone sein dürften.

25 September 2009

Die Stasi 2.0 Rekrutierung der Heimgeräte

Übermorgen wird gewählt. Es wird eine Regierung für 4 Jahre bestimmt. Eine Zeitspanne, die in der Vergangenheit als Sinnvoll festgelegt wurde. Vor etwas mehr als 4 Jahren, 2003, wurden die ersten dLAN geräte verkauft. Bei dLAN handelt es sich um ein Verfahren, welches Computernetze über das Stromnetz herstellen.

Heute ist die Technik bereits recht verbreitet. Das wird sich in Zukunft noch erheblich Erweitern, seit die Stromkonzerne dazu übergegangen sind, Stromzähler mit dLAN Interface auszustatten. Das ist zum einen sehr gut für die dLAN Technologie, weil diese Zähler dann auch eine Phasenkopplung zwischen den drei Leitern des Drehstroms herstellen. Damit wird eine Schwachstelle des dLAN beseitigt. Wer einen dLAN fähigen Router hat oder sein vorhandenes Netz mittels eines Adapters anbindet, der kann, z.B. per Laptop, auf das den Zähler zugreifen und seinen Strombedarf in Echtzeit beobachten. Damit soll dem Verbraucher die Möglichkeit gegeben werden, Sparpotentiale zu erkennen. Außerdem kann der Zähler sich via Internet mit dem Lieferanten verbinden, um eine zeitnahe Rechnungslegung zu ermöglichen und sogenannte Lastdaten auszutauschen.

Dabei wird es aber nicht bleiben. Unsere grünen Freunde von der Naturschutzfraktion sind voller Ideen, wie man elektrische Energie gewinnen kann. Windenergie wenn der Wind weht, Solarkraft wenn die Sonne scheint, Aus dem Druckabfall an den enden (grosser) Wasserleitungen, Gezeiten ausnutzen, Stromerzeugung im Wege der KWK ... Alles toll, aber alles nur "negative Verbraucher". Damit meine ich folgendes: Die Produktion von Strom und der Verbrauch von Strom muss in jedem Moment im Gleichgewicht sein. Die bisherigen Kraftwerke haben sich wie eine Batterie verhalten. Wenn Strom gebraucht wurde, wird welcher erzeugt. Ganz im Gegensatz zu den neuen Ideen der Grünen. Hier entsteht Strom, wenn die Gelegenheit dazu gegeben ist.

Jetzt braucht man einen Speicher. So was geht bisher im nennenswerten Umfang nur durch Hochpumpen von Wasser. Man braucht also einen möglichst großen Speicher auf einem Berg und ein unteres Reservoir oder einen großen Fluss wie den Rein, der Wasser spenden und aufnehmen kann. Das ausmas des Oberen Beckens ist dabei enorm. Bei einem unterschied zwischen Voll und Leer von 15 Metern und einer Höhe von 100m über dem unteren Pegel, müsste der Durchmesser cirka 30km sein, um alle nötige Regelenergie erzeugen zu können. Es gibt nicht all zu viele Möglichkeiten wo man so etwas machen kann, und dort wo es gehen würde hat man so Aktionen wie "Weltkulturerbe" ins leben gerufen, die größere Veränderungen unmöglich machen. Dabei könnte man immerhin durch kurzzeitiges Aktivieren alter Kohlekraftwerke wirksamen Hochwasserschutz betreiben, denn ob man einen Überschwemmungsraum flutet oder aber das Wasser hoch pumpt liefe auf das selbe hinaus.

Wenn man also so nicht genügend "Regelbereich" zusammen bekommt, was kann man tun. Mann kann den Stromverbrauch auf die Erzeugung des Stromes abstimmen. Heutzutage hat so gut wie jedes neue Elektrogerät einen Mikroprozessor. Mit einem zusätzlichen dLAN chip, der bald auch nichts nennenswertes mehr viel kosten wird, kann dann z.B. so ein Kühlschrank sich mit dem E-Werk unterhalten, und immer dann Kühlen, wenn gerade Strom übrig ist. Jedenfalls innerhalt bestimmter Grenzen, so das die vorgegebenen Grenztemperaturen nicht überschritten werden. Auch eine Waschmaschine oder ein Geschirrspüler können sich, je nach Programm Auswahl, auf die Lauer nach billigem Ökostrom legen.

Klingt ganz vernünftig, oder? Ist aber der absolute Überwachungsgau. Hinter der im politischen Raum proklamierten Idee mit dem Weltweit identifizierbaren Ausweis im Internet steht die Technologie des IPv6 mit statischen Adressen. Dort gibt es so viele Adressen, das jedes Gerät eine feste IP bekommen kann und nicht wie bisher jeder (private) Anschluss nur eine IP automatisch zugewiesen bekommt und diese auch nur so lange behält, wie der Anschluss aktiv ist.
Diese statischen Adressen werden auch gebraucht, um die Geräte von außen direkt Ansprechen zu können, um zum Beispiel schnelle Lastanpassungen durchführen zu können. Nun werden aber Telekommunikationsvorgänge für ein halbes Jahr lang gespeichert, und damit auch implizit, wann Herr Mustermann welche Geräte benutzt hat.

Es geht aber noch weiter. Herr Mustermann hat einen Tripel Pay Vertrag, so das er auch über das Netz Fernsehen kann. Schöne Sache, das er auch mal etwas später kommen kann, und trotzdem nicht auf den Anfang der Nachrichtensendung verzichten muss. Nur leider ist auch jedes abrufen einer Fernsehsendung ein Telekommunikationsvorgang. Da vermutlich die Filme aus RAM von Servern verteilt werden (Festplatten würden vor lauter Seekzeiten sofort überlastet) liegen die Filme auf unterschiedlichen Servern. Aus Adresse und Dauer einer Übertragung kann also auf den Inhalt geschlossen werden. Unser Ermittler weis also mittlerweile was Herr Mustermann zu Hause macht und welche Filme er sich so ansieht. Wohlgemerkt, von JEDEN und ALLEM rückwirkend für ein halbes Jahr sind die Daten verfügbar!!

Unser Herr Mustermann ist politisch korrekt, er spart Benzin. Ob er es aus innerer Überzeugung tut, oder weil er schlicht durch unfähiges Regierungshandeln finanziell so ausgebombt wurde, das ihm nichts anderes Übrig bleibt, sei dahingestellt. Er hat ein Navi, das ihn zuverlässig um die Staus herumführt. Die Daten dazu holt sich das System von einem Verkehrsrechner. Nur schade, das ist ja ein Mobiler Internetzugriff. Damit werden Zeitpunkt und Ort des Zugriffs ebenfalls für 6 Monate festgehalten. Unser Ermittler wird also Raus finden, wo sich unser Herr Mustermann so herumtreibt. Wo und wann er Arbeitet, wo und wann er Einkauft, was er am Wochenende tut ...

Was ist das, wird sich unser Ermittler denken. Herr Mustermann ist Donnerstags Nachmittag immer in der Südstadt. Da gibt es doch kein Einkaufzentner, kein Kino, auch keinen sotigenns Verein. Eine suche in den Mobilfunkdaten zeigt, das Frau Normalverbraucher auch immer am Donnerstag Abend in der Südstadt ist. Immer zur Gleichen Zeit. WOW, dieser Mustermann ist ein ganz übler Geselle, der poppt seine Kollegin in jener Wohnung, die wie ein Blick in die Datei des Einwohnermeldeamt zeigt, sein Schwager ihm wohl zeitweise Überlässt. Wenn jetzt Herr Normalverbraucher in einem Verkehrsunfall baut und Herr Mustermann den falschen Krimi gesehen hat, dann .... oops, wieso steht die Polizei mit einem Hausdurchsuchungsbefehl vor der Tür?

Alles Utopie? Mit Nichten, alles schon geltendes Recht! Die Geräte gibt es auch schon so zu kaufen. Nur die Massenverbreitung kommt erst im laufe der nächsten vier Jahre. Und jetzt wollen Schäuble & Co im Wege von "Onlinedurchsuchung" und "Quellen TKÜ" auch noch die im Haus befindlichen Geräte auf Zuruf dienstbar machen, so das diese dann treu und brav dem Staat über die Aktivitäten des Eigentümers Auskunft erteilen. Die Zahl der IM's der Stasi 1.0 ist gegen die Zahl der Elektrogeräte im Haushalt jedenfalls völlig zu vernachlässigen.

19 Juli 2009

Wollt Ihr den totalen/die totale Krieg/Überwachung?

anlässlich des CDU-Wahlkampfs 2006 am Kranoldplatz in Berlin Steglitz sprach Frau Angela Merkel:

"Die CDU hat seit Jahr und Tag dafür Plädiert, das an großen genau solche Videoüberwachung eingesetzt wird. Wenn es die CDU nicht gegeben hätte, dann würden wir heute noch lange Diskussionen mit SPD, Grünen und anderen führen, darüber ob das nun Notwendig ist oder nicht! Das sind aber Dinge über die darf man nicht Diskutieren, die muss man einfach machen!" Ich fasse es nicht, Applaus ist zu hören! "Man darf nicht sagen, ach das ist doch nicht so schlimm. Hier ein bisschen was weggeschmissen, und dort einen Angerempelt, hier mal auf den Bürgersteig gefahren und dort mal in der dritten Reihe geparkt, immer nur unter dem Motto, ist alles nicht schlimm! Ist alles nicht nach dem Gesetzt, und wer einmal Gesetzesübertretungen duldet, der kann anschließen nicht mehr Begründen, warum es irgendwann schlimm wird, und irgendwann nicht so schlimm ist. Deshalb null Toleranz bei innerer Sicherheit meine Damen und Herren!"

Wieder ist Applaus zu hören. Mal abgesehen, das ich auch der Meinung bin, das Gesetzesverstösse grundsätzlich zu verfolgen sind, kann man doch nicht hergehen, und das als Legitimation herzunehmen, ganze Land lückenlos zu Überwachen! Noch dazu in diktatorischer Manier, daß muss man einfach Machen!! Blödsinn, heute hat fast jeder Bürger die Möglichkeit, Straftaten mit dem Handy zu dokumentieren! Da stellt sich mir doch die Frage, ob es in der FDJ auch Schulungen der Stasi gab? Da fällt mir echt nichts mehr zu ein. Mich erinnerte das ganze irgendwie einfach nur noch fatal an den Geschichtsunterricht.

Am 18. Februar 1943 sprach Joseph Goebbels im Sportpalast:

"Wir sind entschlossen, unser Leben mit allen Mitteln zu Verteidigen! Ohne Rücksicht darauf ob die uns umgebende Welt die Notwendigkeit dieses Kampfes einsieht oder nicht". Applaus brandet auf! "Der totale Krieg ist also das Gebot der Stunde! Die Gefahr vor der wir stehen ist riesengroß, riesengroß müssen auch die Anstrengungen sein mit denen wir entgegentreten! Es ist also jetzt die Stunde gekommen, die Fehdehandschuhe auszuziehen". Wieder grosser langanhaltender Applaus! "Jetzt müssen wir die Faust bandagieren!" Applaus. ... einiger Nazisülz über die effektive Nutzung von eigenen und geraubten Ressourcen ... "Es ist also nicht mehr angebracht, unzeitgemäßen Friedensvorstellungen zu huldigen! Das deutsche Volk hat alle Veranlassung, nur an krieg zu denken! Das trägt nicht zur Verlängerung der Krieges bei, sondern nur zur seiner Beschleunigung bei! Der totalste und radikalste Krieg ist auch der kürzeste!" Tja und dann kommen sie, die schicksalhaften Fragen an den Glauben an Ideologie, Sieg, Führer, und nach "Wollt ihr den totalen Krieg?" gefolgt von unfassbaren Applaus den Sie wussten nicht, worauf Sie sich da wirklich einließen! Dafür wurde die Rede berühmt berüchtigt.