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14 Dezember 2007

Gab es in Europa eine Ebola Epedemie???

Aus der Wikipedia:

Die Identifikation der mittelalterlichen Seuchen mit der durch Yersinia pestis verursachten Pest wurde und wird nach wie vor mehrfach angezweifelt, so durch die Historiker David Herlihy, Samuel K. Cohn und Sue Scott, den Zoologen Chris Duncan und den Anthropologen James Wood. Dabei trifft insbesondere der Einwand, dass weder die damalige rasante Ausbreitungsgeschwindigkeit noch die historisch beschriebenen Krankheitszeichen mit den bei einer Beulenpest zu erwartenden übereinstimmten. Auch war damals keine zu erwartende Epizootie bei Hausratten beobachtet worden.

Alternativ wird nunmehr die Möglichkeit diskutiert, dass es sich entweder um Milzbrand oder eine langsame Variante eines hämorrhagischen Fiebers gehandelt haben könnte. Ein Argument dafür liefert auch eine Mutation des Gens CCR5 im Menschen, bei der 32 Basenpaare nicht vorhanden sind. Diese Mutation mit dem Namen CCR5Δ32 wird in ca. 10 % der europäischen Bevölkerung gefunden, nicht aber in Asien oder Ostafrika. Mathematische Modelle zur Verbreitung dieser Mutation lassen auf einen großen Selektionsdruck vor etwa 700 Jahren schließen, dem Zeitpunkt der Pest in Europa. Diese Mutation könnte somit ein genetischer Überlebensvorteil gegenüber dem Pesterreger gewesen sein. Diese Veränderung auf dem CCR5-Gen bietet heute dem homozygotischen Träger einen beschränkten Schutz vor einer HIV-Infektion. Wenn es nur von einem Elternteil vererbt wird, verzögert es den Ausbruch von AIDS durchschnittlich um drei Jahre. Vor Yersinia pestis schützt diese Mutation dagegen nicht. Bei der im Mittelalter als Pest bezeichneten Krankheit könnte es sich somit um ein direkt von Mensch zu Mensch übertragenes hämorrhagisches Fieber gehandelt haben, also eine Viruserkrankung, deren bekannteste Form das Ebola-Fieber ist.

Sehr spannend, denn während gegen Yersinia pestis heutzutage was zu machen ist, sieht das bei Ebola ganz anderes aus. Es ist nicht mal sicher bekannt, wo dieser Erreger seinen Ruheraum hat!

11 November 2007

Die deutsche Krankheit

Die deutsche Krankheit lässt sich recht gut am Umgang der Behörden mit Bürgern erkennen, die Geldverdienen wollen und mit dieser Wertschöpfung die Grundlagen jeglicher staatlicher Tätigkeit bilden. Ich habe einen digitalen Satelliten Empfänger mit einer Riesenschüssel von einem Meter Durchmesser. Das hat den eklatanten Vorteil, das ich auch ohne Probleme Fernsehen aus anderen Ländern empfangen kann, was Politiker im allgemeinen gar nicht Schätzen. Das gilt offensichtlich nicht nur für Diktaturen sondern auch für Demokratien, wie anderes ist es zu erklären, das weiter entfernte Länder weniger Signalpegel haben, auch wenn der Abstand zum Satelliten immer gleich ist. Die Signale werden also auf das offizielle Zielgebiet gebündelt.

So kommt es, das ich auch die deutschsprachigen Sender aus Österreich und der Schweiz sehen kann. Der auffallendste Unterschied ist, das die Werbung nicht so nervig ist. Die Werbung für das deutsche Publikum ist irgendwie meist länger und vor allem auch lauter als das normale Programm.

Aber auch der behördlich angeordneten Sicherheitshinweis unterscheiden sich eklatant: In Deutschland gibt es den folgenden Standartspruch "Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker" nach einer Arzneimittelwerbung, die von den Behörden vorgegeben wird. Den selben Zweck verfolgt der Hinweis der in der Schweiz gesendet wird, aber der Klingt irgendwie nicht so nach "Ihr kriminellen privaten Geschäftemacher auf Kosten der Gesundheit der Menschen". In der Schweiz ist die Folgende Ansage zu verwenden: "Dies ist ein Arzneimittel. Bitte fragen sie eine Fachperson und lesen Sie die Packungsbeilage." Das Klingt doch gleich ganz anderes und zeugt vom Respekt gegenüber denjenigen, welche das Bruttosozialprodukt erwirtschaften. Reisen bildet, sogar auch dann wenn es nur virtuell passiert.


Nachtrag: Das es freundlicher geht, beweißen auch die Österreicher. Die Schweiz ist also keine Ausnahme, sondern unsere Gesundheitsbürokraten sind schief gewickelt.
Bei den Österreichern heißt der Spruch: Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informiert die Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.